Störarten

Die StörArten des Kaspischen MeeresStöreBild: Wikipedia

 

Der Beluga-Stör (Hausen)

Der Beluga ist der größte unter den Störarten. Er kann eine Größe von bis zu sechs Meter erreichen und an die 1.500 kg schwer werden. Im Gegensatz zu den anderen Störarten gehört der Beluga zu den Raubfischen und lebt vorwiegend von anderen Fischen. Im Alter verliert er als einzige Störart seine knochigen Schuppen entlang der Längsseite. Geschlechtsreif wird das Beluga-Weibchen nach 20-25 Jahren und laicht dann in einem Drei-Jahres-Rhythmus. Der Beluga kann deutlich über 100 Jahre alt werden. Sein Rogenanteil beträgt in der Regel ca. 15-25% des Körpergewichts.

Der Asetra-Stör (Wax Dick)

Der Asetra erreicht eine Größe von 2 Metern und kann ein Gewicht von bis ca. 200 kg erreichen. Der Asetra ist ein Allesfresser und ernährt sich als Gründler von Algen und kleinen Krebstieren. Das Durchschnittsgewicht bei gefangenen Fischen liegt bei ca. 70 kg. Geschlechtsreif wird das Weibchen nach 8 Jahren, danach laicht es in einem Zwei-Jahres-Rhythmus. Sein Rogenanteil beträgt in der Regel ca. 17 % des Körpergewichts.

Der Sevruga-Stör (Stern Hausen)

Der Sevruga ist der kleinste unter den Störarten. Er wird nur bis zu 1,5 m lang und bis zu 25 kg schwer. Wie der Ossietra ist der Sevruga ein Allesfresser, der sich ebenfalls von Algen und kleinen Krebstieren ernährt. Das Weibchen beginnt im Alter von 7 bis 10 Jahren mit der Eiproduktion, um einiges früher als Weibchen anderer Störarten. Der Sevruga laicht wie der Osietra im Zwei-Jahres-Rhythmus. Der Rogenanteil liegt zwischen 1 und 3 Kilo.

Der Sibirische Stör (Acipenser Baerii)

Der Sibirische Stör (Acipenser Baerii) ist eine Fischart die im russischen Sibirien und im Norden Kasachstans, der Mongolei und Chinas vorkommt. Als wertvoller Speisefisch und Kaviarproduzent des Siberian Kaviars wird die Art auch in anderen Ländern in Aquakultur gezogen. Die Tiere erreichen im Normalfall eine Länge von 80 bis 140 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 65 Kilogramm.

Die größten bekannten Tiere hatten eine Länge von etwa zwei Metern bei einem Gewicht von bis zu 210 Kilogramm. Die Färbung ist sehr variabel und reicht von hellgrau bis dunkelbraun an Rücken und Flanken. Der Bauch ist weiß bis gelblich. Die Schnauze ist kegelförmig und je nach Population verschieden lang gestreckt. Die Männchen werden mit 11 bis 24, die Weibchen mit 20 bis 28 Jahren geschlechtsreif, außer bei der Population in der Lena, wo die Geschlechtsreife schon mit 9 bis 10 bzw. 11 bis 12 Jahren erreicht wird. Zum Laichen wandert ein Teil der Fische bis zu 3000 Kilometer flussaufwärts, während andere Tiere zur Fortpflanzung nicht wandern.

Die Laichwanderung beginnt im Herbst, während die Eiablage von Mai bis Juni stattfindet. Die Eier werden auf Kies- oder Sandboden in stark strömenden Bereichen des Hauptstroms abgelegt. Männchen pflanzen sich alle zwei bis drei, Weibchen alle drei bis fünf Jahre fort. Sibirische Störe können ein Alter von etwa 60 Jahren erreichen.

Der Amur-Stör (Acipenser Schrenkii)

Der Amur-Stör (Acipenser Schrenckii) ist eine Fischart die endemisch im Amur sowie möglicherweise im Japanischen Meer vorkommt. Der Amur-Stör erreicht eine Körperlänge von durchschnittlich 100 bis 150 cm und maximal drei Metern, sowie ein Gewicht von bis zu 190 kg. Er liefert unseren Amur Beluga Kaviar, wobei zwei Farbmorphen von ihm existieren. Die häufigere graue Morphe kommt von den Quellen des Amur bis zur Mündung, aber nicht im Salzwasser vor. Die seltenere braune Variante besiedelt den mittleren und unteren Amurlauf.

Beide Morphen suchen ab dem Herbst die Laichgründe auf, die Eier werden zwischen Mai und Juli an Kies im Hauptbett des Flusses abgelegt. Die Geschlechtsreife wird von Männchen mit 7 bis 8, von Weibchen mit 9 bis 10 Jahren bei einer Länge von etwas über einem Meter erreicht. Das Höchstalter liegt bei 65 Jahren.