Olivenöl – gesund und hochwertig

Im Allgemeinen ist bekannt, dass Olivenöl nicht nur geschmacklich eine erlesene Zutat, sondern auch für den Organismus des Menschen höchst förderlich ist. Dabei gilt natürlich auch hier, dass je hochwertiger das Öl, desto gesünder ist es für den Menschen. Durch zahlreiche Studien konnte bewiesen werden, dass aufgrund der Inhaltsstoffe von speziell kaltgepresstem Olivenöl das Risiko für Herz- oder Kreislaufkrankheiten erheblich reduziert wird.

Beispielsweise wird auch der Cholesterinspiegel durch die ungesättigten Fettsäuren positiv beeinflusst werden. Umso erstaunlicher ist es, dass man in der Regel zu günstigen und somit zumeist minderwertigen Ölen greift. Einfach gesättigte Fettsäuren, die sogenannten Polyphenole oder auch Vitamin E machen hochwertiges Olivenöl zu dem, was man an ihm so schätzt.

Olivenöl – kaltgepresst und extra nativ

Die geernteten Oliven werden samt Kern in einer Presse weiter verarbeitet, um das Öl zu gewinnen. Dabei werden sie bestenfalls bei maximal 27° C gepresst, um die darin enthaltenen Vitamine nicht zu zerstören. Das Ergebnis darf dann „kaltgepresst“ genannt werden, wobei gilt: Je geringer die Temperatur, desto hochwertiger das Ergebnis. Die Öle, die wir aus Spanien beziehen werden bei maximal 20° C gepresst, sodass hier eine exzellente Qualität erhalten wird. Der Zusatz „extra nativ“ bedeutet, dass die Oliven naturbelassen sind und extra ist die höchste Qualitätsstufe, die dabei erreicht wird.

Ernte der Oliven per Hand
Olivenernte mit pneumatischen Kämmen
Olivenernte mit Rüttel-Maschinen
Olivenernte vom Boden
Herabschlagen der Oliven

Allgemeine Informationen zum Olivenbaum

Olivenbäume gehören zur Familie der Ölbaumgewächse und haben ihren Ursprung im Mittelmeerraum. Es handelt sich hierbei um oftmals knorrige Bäume, die zwischen zehn und zwanzig Meter hoch werden können. Die Blätter des Olivenbaums sind silbergrau-grünlich gefärbt. Der Baum benötigt zum Wachsen sehr viel Zeit und kann mehrere hundert Jahre alt werden.

Es existiert eine sehr große Vielfalt an Olivenbäumen und somit eine ebenso große Vielfalt an Olivensorten. Je nach Bodenbeschaffenheit und Klima entwickeln die Olivenbäume unterschiedliche Charaktere und sorgen somit für vielfältige Geschmäcker und Nuancen beim Olivenöl. Geografisch gesehen stehen über 850 Millionen der weltweit vorhandenen Olivenbäume im Mittelmeerraum, vor allem in Griechenland und Italien.

Bei dem angenehm warmen Klima und den milden Wintertemperaturen können Olivenbäume ideal wachsen und gedeihen. Ein Baum trägt im Schnitt rund 20 Kilogramm Oliven jährlich. Das entspricht in etwa einem Ertrag von drei bis vier Litern Olivenöl.

Erntemethoden und Herstellung

Die Erntemethode und vor allem der Zeitpunkt der Olivenernte beeinflussen maßgeblich den Geschmack sowie die Qualität des Olivenöls. Die Olivenfarbe ist ausschlaggebend für den idealen Erntezeitpunkt. Wenn die Oliven sich langsam grün-violett färben, sind sie reif. Abhängig von der geografischen Lage und den Klimabedingungen liegt der optimale Erntezeitpunkt in der Regel zwischen Oktober und Februar. Je reifer die Oliven zum Erntezeitpunkt sind, desto milder wird das daraus resultierende Olivenöl.

Der Tradition gemäß ernten Olivenbauer die Oliven sorgfältig und liebevoll per Hand. In modernen Betrieben kommen immer mehr Rüttelmaschinen zum Einsatz. Im Idealfall sollten zwischen der Ernte der Oliven und der Olivenpressung nicht mehr als ein bis drei Tage vergehen. Je schneller die Oliven verarbeitet werden, desto mehr wertvolle Inhaltsstoffe bleiben in ihnen erhalten. Oliven sind sehr empfindlich und sollten beim Erntevorgang nicht verletzt werden.

Dies ist für die Gewährleistung einer hohen Ölqualität von grundlegender Wichtigkeit. Wir geben im Folgenden einen Überblick über die unterschiedlichen Erntemethoden.

Ernte der Oliven per Hand

Bei diesem Ernteverfahren werden die Oliven per Hand von den Zweigen des Baums gepflückt. Diese Vorgehensweise ist sicherlich die schonendste Erntemethode – für den Baum, als auch für die Oliven. Aus Kostengründen kommt diese Methode für die Öl-Ernte heutzutage jedoch nicht mehr zum Einsatz. Eine Ausnahme stellen hierbei die Tafeloliven dar: Sie werden noch von Hand gepflückt, denn es ist sehr wichtig, die Ess-Olive so schonend wie nur möglich zu ernten und das Fruchtfleisch nicht zu quetschen. Somit wird ein vorzeitiges faulen verhindert.

Olivenernte mit pneumatischen Kämmen

In den vergangenen Jahren kommen bei der Olivenernte immer mehr mechanische Geräte zum Einsatz. Hierzu werden sogenannte pneumatische Kämme oder „Vibroli“ genutzt: Hierbei handelt es sich um eine Art bewegliche Stange, die mit rund 20 Zentimeter langen und beweglichen Stäbchen ausgestattet ist. Die Erntemethode ist sowohl für die Oliven, als auch für den Baum nicht schädlich. Das Ernteverfahren mit pneumatischen Kämmen beschleunigt den Oliven-Ernteprozess deutlich.

Olivenernte mit Rüttel-Maschinen

Auch sogenannte „Rüttelmaschinen“ werden seit einigen Jahren immer häufiger verwendet. Diese Maschinen sind an Traktoren montiert und greifen mit einer Zange den Baumstamm. Der Olivenbaum wird so lange gerüttelt, bis die Oliven herunterfallen. Unter dem Baum werden große Planen und Netze gespannt, die alle herunterfallenden Oliven auffangen sollen. Ein deutlicher Nachteil dieser Methode ist, dass sie nur im Flachland zur Anwendung kommen kann. Im steilen Gehänge ist dieses Verfahren nicht anwendbar. Des Weiteren gibt es bestimmte Olivensorten, die sich durch diese Erntemethode nicht von den Zweigen des Baumes lösen lassen.

Olivenernte vom Boden

Dieses Ernteverfahren ist die am wenigsten geeignete Methode der Olivenernte, um wirklich hochwertiges Öl zu gewinnen. In der Regel werden die Oliven so lange am Olivenbaum hängen gelassen, bis sie überreif sind und von alleine herabfallen. Diese überreifen Oliven haben schon längst den optimalen Zeitpunkt der Ernte überschritten. Des Weiteren ist auch unklar, wie lange die heruntergefallenen Oliven schon am Boden liegen: Wenn diese zu lange liegen, beginnen sie zu faulen und nehmen Stoffe aus dem Erdboden auf, die ihren Geschmack negativ beeinflussen.

Herabschlagen der Oliven

Bei dieser traditionellen Erntemethode werden die Oliven mit langen Stöcken oder Stangen aus Zypressenholz oder Bambus herabgeschlagen. Auf diese Weise können Oliven jedoch nur dann geerntet werden, wenn sie bereits gut gereift sind und sich leicht vom Baum lösen lassen. Die heruntergeschlagenen Oliven werden anschließend in Kisten oder Säcken zur Olivenpresse gebracht. Experten betrachten diese Erntemethode jedoch sehr kritisch, denn sowohl der Baum, als auch die Oliven können bei diesem Verfahren Schaden davontragen. Dies wiederum kann die Qualität des Olivenöls maßgeblich beeinflussen.

Der ideale Zeitpunkt für die Olivenernte

Der Erntezeitpunkt ist einer der ausschlaggebenden Faktoren bei der Herstellung von Olivenöl. Der Reifegrad der Früchte beeinflusst maßgeblich den Ölgeschmack und auch die Ertragsmenge ist äußerst bedeutsam. Als grobe Faustregel gilt: Je grüner, also früher, die Oliven geerntet werden, desto intensiver und schärfer wird der Geschmack des Olivenöls. Je dunkler die Oliven zum Erntezeitpunkt sind, desto milder fällt der Geschmack des Olivenöls aus.

Reifegrad der Oliven

Der Reifegrad von Oliven hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Die Temperaturen, die Anzahl der Sonnenstunden, die Bewässerung der Olivenbäume und auch die Olivensorte bestimmen den Reifegrad maßgeblich mit. Grundsätzlich wird zwischen drei verschiedenen Reifestadien unterschieden:

Grüne (unreife) Oliven

Solange Oliven noch eine grüne Färbung aufweisen, sind sie nicht vollständig ausgereift. Olivenöl aus grünen Früchten zu extrahieren erfordert deutlich mehr Aufwand. Zudem ist der Olivenölertrag in einem solchen Fall nicht so groß. Dies wiederum bedeutet, dass „grünes Olivenöl“ wesentlich teurer ist. Olivenöl, das aus noch grünen Früchten gewonnen wurde, hat einen leicht bitteren Geschmack. Dieses Öl enthält jedoch äußerst gesunde Polyphenole, sogenannte antioxidative Bestandteile: Sie sorgen zum einen für den bitteren Geschmack, aber auch gleichzeitig für eine längere Haltbarkeit des Olivenöls. Des Weiteren haben grüne Früchte einen hohen Chlorophyllgehalt, der sich auch in der grünen Farbe des Öls deutlich widerspiegelt.

Beginn der Reifephase

In dieser Phase färben sich die Oliven erst gelblich-grün und anschließend rötlich-violett. Zudem werden die Oliven deutlich weicher. In dieser Phase enthalten die Früchte immer noch einen sehr hohen Polyphenolgehalt, haben jedoch eine wesentlich reifere Geschmacksnote. In dieser Reifeperiode kann aus den Oliven deutlich mehr Öl gewonnen werden und auch die Verarbeitung ist viel einfacher.

Schwarze (reife) Oliven

Wenn Oliven richtig reif sind, nehmen sie eine Schwarzfärbung an. In diesem Stadium ist der Polyphenolgehalt viel geringer als bei gründen Oliven. Aus schwarzen Früchten gewonnenes Olivenöl schmeckt süßlich und nur wenig bitter. Das Olivenöl hat hier eine goldene Farbe und zugleich eine wesentlich geringere Haltbarkeit.

Olivenöl – Qualitätsstufen und Güteklassen

Die Europäische Kommission regelt die Qualitätsstufen von Olivenöl anhand fester Richtlinien. Für die kulinarische Verwendung sind insbesondere das „Native Olivenöl extra“, das „Olivenöl“ sowie das „Native Olivenöl“ relevant. Die beste und höchste Qualitätsstufe hat das „Native Olivenöl extra“, das auch als “extra vergine“ bezeichnet wird. Dieses Öl stammt aus der ersten (jungfräulichen) Olivenpressung und darf einen Gehalt von 0,8 Prozent an freien Fettsäuren nicht beinhalten. Hierbei handelt es sich also um ein erstklassiges Olivenöl, das durch eine traditionelle Herstellung mit bewährten mechanischen Verfahren gewonnen wurde.

Dieses Öl weist eine große Geschmacksvielfalt auf und ist tatsächlich das beste und naturbelassenste Olivenöl. Das „Native Olivenöl“ wird aus nicht ganz so hochwertigen Oliven gewonnen. Das bedeutet, dass sich geschmackliche Abweichungen zum „Nativen Olivenöl extra“ ergeben können. Bei diesem Olivenöl muss das Herkunftsgebiet exakt angegeben sein. Ein „Natives italienisches Olivenöl“ enthält also tatsächlich nur italienische Oliven und keine Früchte anderer Anbaugebiete. Die Geschmacksvielfalt ist beim nativen Olivenöl jedoch noch recht breit gefächert.

Das „Olivenöl“ ist eine Mischung aus raffiniertem und nativem Öl. Diese Bezeichnung ohne weiteres Attribut besagt, dass das Öl nicht selten Mängel im Geschmack, im Geruch und in der Farbe aufweist. Allerdings bedeutet dies nicht, dass dieses Olivenöl zum Braten in der Küche ungeeignet ist. Olivenöle lassen sich also in vier verschiedene Qualitätsstufen einteilen: 1. Natives Olivenöl extra – Olivenöl extra vergine 2. Natives Olivenöl 3. Olivenöl (ohne weitere Attribute) 4. Oliventresteröl – die Reste hochwertiger Olivenöle werden für die Herstellung dieses Öls verwendet Folgende Angaben sind auf dem Olivenöl von sehr großer Bedeutung: Der Säuregehalt eines Olivenöls ist sehr relevant. Zudem ist die Herkunftsangabe von sehr großer Bedeutung. Vorsicht: Das Etikett der Olivenölflasche sollte im Idealfall nicht mit der Aufschrift „Oliven aus der EU“ versehen sein. Folgende zwei Begriffe weisen dagegen auf ein hochwertiges Olivenöl hin: 1. g.g.A. – „geschützte geografische Angabe“ 2. g.U. – „geschützte Ursprungsbezeichnung“ Für Bio-Olivenöl ist das BIO-Siegel zudem von großer Wichtigkeit.

Kaltgepresstes Olivenöl – was ist das?

Bereits seit dem Jahr 2002 unterscheidet die EU zwischen kalt extrahiertem und kaltgepresstem Olivenöl. Grundsätzlich ist der Begriff „kaltgepresste“ eine veraltete Bezeichnung, die sich aber hartnäckig in den Köpfen der Verbraucher hält. Bei der traditionellen „Kaltpressung“ entstand ein Sauerstoffkontakt, der eine negative Auswirkung auf die Qualität des Olivenöls hatte. Aus diesem Grund wird die Olivenmaische heutzutage in modernen Zentrifugen bei einer Temperatur bis maximal 27 Grad Celsius kalt zentrifugiert und extrahiert. Die Einhaltung dieser Temperatur ist besonders wichtig, damit sich Wasser und Öl der Maische sauber voneinander trennen lassen.

Geschmacksvielfalt und Anbaugebiete

Nicht jedes Öl ist gleich! So wie es auch beim Wein signifikante Unterschiede gibt, ist es auch beim Olivenöl. Unterschiedliche Olivensorten aus unterschiedlichen Anbaugebieten können sich deutlich im Säuregehalt, in der Schärfe sowie in der Fruchtigkeit voneinander unterscheiden. Je nach Bodenbeschaffenheiten und Klimabedingungen entwickeln sich die Olivenbäume unterschiedlich und entwickeln ganz eigene Charaktere. Es gibt viele exklusive Olivensorten, die nur in entlegenen Regionen zu finden sind. Das bedeutendste Land in der Olivenölproduktion ist Spanien. Über 200 kultivierte Sorten finden sich in diesem Land.

Die bedeutsamste Olivensorte ist „Picual“, die rund 50 Prozent der gesamten Olivenölherstellung Spaniens ausmacht. Diese Olivensorte überzeugt mit einer hohen Qualität und einem unverwechselbar kräftigen Geschmack. Spanien stellt jährlich mehr als eine Million Tonnen Olivenöl her. Auch Italien hat eine sehr große Vielfalt an Olivensorten. Es ist das zweitwichtigste Produktionsland und überzeugt mit ausgezeichneten Olivenölen höchster Qualität.

Mehr als die Hälfte der gesamten Olivenölproduktion stammt aus Apulien und Kalabrien. Bedeutsam ist jedoch auch die italienische Insel Sizilien, die für ihre fruchtigen Olivenöle bekannt ist. Ebenso versorgen die kleinen Olivenhaine in der Toskana und in Venetien Küchen weltweit mit erlesenen und hochqualitativen Olivenölen. Das drittwichtigste Land in der Olivenölproduktion ist Griechenland. Hier gibt es sehr große Anbauflächen wie beispielsweise auf Kreta.

Olivenöl – Nährwertangaben

100 Milliliter Olivenöl enthalten rund 810 Kalorien. Beim Kochen wird Olivenöl nur in kleinsten Mengen verwendet. Die richtige Maßeinheit ist hier ein Esslöffel, das heißt rund 15 Milliliter. Olivenöl gilt als äußerst gesund und kommt vor allem im Rahmen einer fettarmen Ernährung auf den Tisch. Wertvolles Olivenöl enthält im Vergleich mit anderen Speiseölen viele ungesättigte Fettsäuren, kein Cholesterin und keine schädlichen Transfettsäuren. Ein Esslöffel Olivenöl enthält: Kalorien: 121 Einfach ungesättigte Fettsäuren: 10 Gramm Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 1,4 Gramm Omega-3-Fettsäuren: 104 Milligramm Cholesterin: 0 Gramm Vitamin E: 2 Milligramm Vitamin K: 8,2 µg

Was sagt die Farbe über das Olivenöl aus?

Die Olivensorte bestimmt nicht nur den Geschmack des Olivenöls, sondern auch den Reifezustand der Frucht. Grundsätzlich reifen Oliven im Herbst und im Winter. Die Färbung der Früchte wechselt von grünlich in ein dunkles violett oder gar schwarz. Je nach Reifegrad der Früchte verändert sich auch die Farbe des Olivenöls. Oliven, die zwischen Ende Oktober und Mitte Dezember geerntet werden, ergeben ein fruchtigeres, kräftiges und leicht grünes Olivenöl. Aus später geernteten Oliven resultiert ein milderes Öl. Die Farbe des Olivenöls ist also kein endgültiges Kriterium für die Beurteilung der Qualität oder des Geschmacks eines Olivenöls.

Olivenöl – warum ist es so gesund?

Da Olivenöl einen sehr hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren enthält, gilt es als sehr gesund. Diese Fettsäuren sind leicht bekömmlich und sollen zudem eine entzündungshemmende Wirkung haben. Mediziner vertreten zudem die Auffassung, dass ungesättigte Fettsäuren gut für das Herz-Kreislauf-System des Menschen sind. Olivenöl enthält wertvolle Polyphenole, die ebenfalls eine sehr positive Auswirkung auf die Gesundheit haben. Diese Bitter- und Scharfstoffe sollen entzündungshemmend wirken und Erkrankungen wie Krebs vorbeugen können.

Olivenöl ist sehr wertvoll für den Körper des Menschen, denn es ist eine sehr wichtige Quelle essentieller Fettsäuren. Insbesondere "Natives Olivenöl extra" kann durch seine schonende Produktionsweise optimal seine entzündungshemmende Wirkung entfalten. Des Weiteren enthält Olivenöl wertvolle Flavonoide, Phenole und Vitamine wie Vitamin E und K. Einige dieser Stoffe sorgen zum einen für den unverwechselbaren Olivenölgeschmack und verhindern zum anderen, dass sich im Öl schädliche Substanzen bilden. Olivenöl ist völlig frei von unerwünschten Transfettsäuren sowie von Cholesterin. Es ist zudem reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien.

Die gesundheitlich-medizinische Bedeutung des Olivenöls

Immer mehr Forschungsstudien beschäftigen sich mit den Auswirkungen von Olivenöl auf die Gesundheit des Menschen. In den Ländern des Mittelmeerraums scheinen die Menschen gesünder zu sein. Dort leidet die Bevölkerung wesentlich weniger unter Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Arteriosklerose. Auch die Sterblichkeitsrate aufgrund von Darmkrebs ist in den Mittelmeerländern deutlich geringer als bei uns. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen führen diese Tatsache auf einen wesentlichen Bestandteil der mediterranen Ernährung zurück: Das Olivenöl. Olivenöl ist sehr gut geeignet, um den Cholesterinspiegel in Balance zu bringen: Die einfach ungesättigten Fettsäuren des Öls beeinflussen das schädliche LDL-Cholesterin, das für Ablagerungen in den Blutgefäßen sorgt. Das gute HDL-Cholesterin, das die schädlichen Ablagerungen abtransportiert, bleibt beim Genuss von Olivenöl unangetastet.

Olivenöl soll sich zudem äußerst förderlich auf den Magen-Darm-Trakt des Menschen auswirken. Olivenöl vermindert deutlich die Magensäureabsonderung und kann wirksam der Gallensteinbildung vorbeugen. Der hohe Vitamin-E-Gehalt sowie die wertvollen Antioxidantien machen das Olivenöl zu einem äußerst wichtigen Helfer im Kampf gegen den Alterungsprozess der Haut. Olivenöl kommt in vielen Hautpflegeölen zum Einsatz und sorgt mit seinen Inhaltsstoffen für eine gesunde und zarte Haut. Zudem sollen die im Olivenöl enthaltenen Polyphenole die Entstehung diverser Entzündungsvorgänge im Körper hemmen. Auch gegen sonstige Gesundheitsprobleme wie Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck soll Olivenöl wirksam helfen.

Olivenöl – der Klassiker der mediterranen Küche

Olivenöl kann in der Küche sehr vielseitig eingesetzt werden. Unzählige Gerichte, frische Salate und neue Speisekreationen lassen sich mit diesem Öl geschmackvoll zubereiten und verfeinern. Olivenöl in der warmen Küche: Das Öl eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Fleisch und Fisch. Der unverwechselbare Geschmack bringt das Flair der mediterranen Ernährung in jede Küche und versorgt den Körper zudem mit wertvollsten Fettsäuren und Vitaminen. Olivenöl in der kalten Küche: Für die kalte Küche wird idealerweise das Native Olivenöl extra verwendet. Sein unverwechselbarer und edler Geschmack verleiht diversen Rohkostgerichten sowie frischen Salaten eine ganz besondere Note. Auch kalte Käseplatten lassen sich mit Olivenöl hervorragend veredeln. Praktische Tipps zur Verwendung von Olivenöl: Olivenöl eignet sich ausgezeichnet zur Verfeinerung von Antipasti aus gegrilltem Gemüse sowie Pilzen. Auch zu Meeresfrüchten passt das Öl hervorragend.

Beträufeln Sie die Speisen mit ein wenig Olivenöls und bringen Sie somit das unverkennbare Aroma der Gerichte zur Geltung. Olivenöl sollten Sie idealerweise bei einer Temperatur von rund zehn bis fünfzehn Grad Celsius lagern. Bei einer korrekten Lagerung des Öls, kann eine Haltbarkeit von rund 18 Monaten problemlos sichergestellt werden. Aufgrund der natürlichen Antioxidantien, die im Olivenöl enthalten sind, ist dieses Öl wesentlich hitzeresistenter als andere Speiseöle. Olivenöl sollten Sie immer sehr vorsichtig erhitzen, da es sich sonst leicht entzünden könnte. Zum einen kann dies zu einer Reizung der Atemwege führen und zum anderen kommt es zu einer Freisetzung zahlreicher Bitterstoffe, die das Gericht häufig ungenießbar machen.

Wer keinen intensiven Olivenölgeruch in der Küche möchte, kann alternativ zu milderen Ölen greifen. Richtig garen mit Olivenöl: Bevor Sie Fleisch mit Olivenöl anbraten, sollte es vorsichtig mit einem Küchenpapier abgetupft werden. Auf diese Weise verhindern Sie, dass das Öl zu stark spritzt, sobald es mit dem Fleisch in Berührung kommt. Erhitzen Sie zudem die Pfanne sehr gut, bevor Sie das Fleisch hineingeben. Wenn das Fleisch bereits in der Pfanne gart, sollten Sie auf keinen Fall noch kaltes Olivenöl hinzugeben. Das senkt die Brattemperatur deutlich ab und unterbricht den Bratvorgang. Salzen Sie das Fleisch nach dem Braten und nicht davor. Richtig schmoren mit Olivenöl: Hier wird das Fleisch gemeinsam mit dem Olivenöl in einer gut erhitzten Pfanne angebraten. Nach dem Bratvorgang wird ein wenig Wasser, Brühe oder Wein hinzu gegeben und alles bei geschlossenem Deckel geschmort.

Diese Zubereitungsmethode eignet sich hervorragend für Gerichte wie Rouladen oder Gulasch. Olivenöl wird hier ideal mit Dampf und Sud kombiniert. Aufgrund des Schmorprozesses wird das Fleisch besonders zart und schmackhaft. Frittieren mit Olivenöl: Auch köstliche Pommes Frites oder frittiertes Gemüse lassen sich mit Olivenöl sehr gut zubereiten. Erhitzen Sie hierfür das Öl stark und geben Sie kleine Kartoffel- oder Gemüseportionen in das heiße Olivenöl. Frittieren Sie alles, bis ein goldbrauner Zustand erreicht ist.

Olivenöl – gesund und hochwertig Im Allgemeinen ist bekannt, dass Olivenöl nicht nur geschmacklich eine erlesene Zutat, sondern auch für den Organismus des Menschen höchst förderlich ist. Dabei... mehr erfahren »
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Olivenöl – gesund und hochwertig

Im Allgemeinen ist bekannt, dass Olivenöl nicht nur geschmacklich eine erlesene Zutat, sondern auch für den Organismus des Menschen höchst förderlich ist. Dabei gilt natürlich auch hier, dass je hochwertiger das Öl, desto gesünder ist es für den Menschen. Durch zahlreiche Studien konnte bewiesen werden, dass aufgrund der Inhaltsstoffe von speziell kaltgepresstem Olivenöl das Risiko für Herz- oder Kreislaufkrankheiten erheblich reduziert wird.

Beispielsweise wird auch der Cholesterinspiegel durch die ungesättigten Fettsäuren positiv beeinflusst werden. Umso erstaunlicher ist es, dass man in der Regel zu günstigen und somit zumeist minderwertigen Ölen greift. Einfach gesättigte Fettsäuren, die sogenannten Polyphenole oder auch Vitamin E machen hochwertiges Olivenöl zu dem, was man an ihm so schätzt.

Olivenöl – kaltgepresst und extra nativ

Die geernteten Oliven werden samt Kern in einer Presse weiter verarbeitet, um das Öl zu gewinnen. Dabei werden sie bestenfalls bei maximal 27° C gepresst, um die darin enthaltenen Vitamine nicht zu zerstören. Das Ergebnis darf dann „kaltgepresst“ genannt werden, wobei gilt: Je geringer die Temperatur, desto hochwertiger das Ergebnis. Die Öle, die wir aus Spanien beziehen werden bei maximal 20° C gepresst, sodass hier eine exzellente Qualität erhalten wird. Der Zusatz „extra nativ“ bedeutet, dass die Oliven naturbelassen sind und extra ist die höchste Qualitätsstufe, die dabei erreicht wird.

Ernte der Oliven per Hand
Olivenernte mit pneumatischen Kämmen
Olivenernte mit Rüttel-Maschinen
Olivenernte vom Boden
Herabschlagen der Oliven

Allgemeine Informationen zum Olivenbaum

Olivenbäume gehören zur Familie der Ölbaumgewächse und haben ihren Ursprung im Mittelmeerraum. Es handelt sich hierbei um oftmals knorrige Bäume, die zwischen zehn und zwanzig Meter hoch werden können. Die Blätter des Olivenbaums sind silbergrau-grünlich gefärbt. Der Baum benötigt zum Wachsen sehr viel Zeit und kann mehrere hundert Jahre alt werden.

Es existiert eine sehr große Vielfalt an Olivenbäumen und somit eine ebenso große Vielfalt an Olivensorten. Je nach Bodenbeschaffenheit und Klima entwickeln die Olivenbäume unterschiedliche Charaktere und sorgen somit für vielfältige Geschmäcker und Nuancen beim Olivenöl. Geografisch gesehen stehen über 850 Millionen der weltweit vorhandenen Olivenbäume im Mittelmeerraum, vor allem in Griechenland und Italien.

Bei dem angenehm warmen Klima und den milden Wintertemperaturen können Olivenbäume ideal wachsen und gedeihen. Ein Baum trägt im Schnitt rund 20 Kilogramm Oliven jährlich. Das entspricht in etwa einem Ertrag von drei bis vier Litern Olivenöl.

Erntemethoden und Herstellung

Die Erntemethode und vor allem der Zeitpunkt der Olivenernte beeinflussen maßgeblich den Geschmack sowie die Qualität des Olivenöls. Die Olivenfarbe ist ausschlaggebend für den idealen Erntezeitpunkt. Wenn die Oliven sich langsam grün-violett färben, sind sie reif. Abhängig von der geografischen Lage und den Klimabedingungen liegt der optimale Erntezeitpunkt in der Regel zwischen Oktober und Februar. Je reifer die Oliven zum Erntezeitpunkt sind, desto milder wird das daraus resultierende Olivenöl.

Der Tradition gemäß ernten Olivenbauer die Oliven sorgfältig und liebevoll per Hand. In modernen Betrieben kommen immer mehr Rüttelmaschinen zum Einsatz. Im Idealfall sollten zwischen der Ernte der Oliven und der Olivenpressung nicht mehr als ein bis drei Tage vergehen. Je schneller die Oliven verarbeitet werden, desto mehr wertvolle Inhaltsstoffe bleiben in ihnen erhalten. Oliven sind sehr empfindlich und sollten beim Erntevorgang nicht verletzt werden.

Dies ist für die Gewährleistung einer hohen Ölqualität von grundlegender Wichtigkeit. Wir geben im Folgenden einen Überblick über die unterschiedlichen Erntemethoden.

Ernte der Oliven per Hand

Bei diesem Ernteverfahren werden die Oliven per Hand von den Zweigen des Baums gepflückt. Diese Vorgehensweise ist sicherlich die schonendste Erntemethode – für den Baum, als auch für die Oliven. Aus Kostengründen kommt diese Methode für die Öl-Ernte heutzutage jedoch nicht mehr zum Einsatz. Eine Ausnahme stellen hierbei die Tafeloliven dar: Sie werden noch von Hand gepflückt, denn es ist sehr wichtig, die Ess-Olive so schonend wie nur möglich zu ernten und das Fruchtfleisch nicht zu quetschen. Somit wird ein vorzeitiges faulen verhindert.

Olivenernte mit pneumatischen Kämmen

In den vergangenen Jahren kommen bei der Olivenernte immer mehr mechanische Geräte zum Einsatz. Hierzu werden sogenannte pneumatische Kämme oder „Vibroli“ genutzt: Hierbei handelt es sich um eine Art bewegliche Stange, die mit rund 20 Zentimeter langen und beweglichen Stäbchen ausgestattet ist. Die Erntemethode ist sowohl für die Oliven, als auch für den Baum nicht schädlich. Das Ernteverfahren mit pneumatischen Kämmen beschleunigt den Oliven-Ernteprozess deutlich.

Olivenernte mit Rüttel-Maschinen

Auch sogenannte „Rüttelmaschinen“ werden seit einigen Jahren immer häufiger verwendet. Diese Maschinen sind an Traktoren montiert und greifen mit einer Zange den Baumstamm. Der Olivenbaum wird so lange gerüttelt, bis die Oliven herunterfallen. Unter dem Baum werden große Planen und Netze gespannt, die alle herunterfallenden Oliven auffangen sollen. Ein deutlicher Nachteil dieser Methode ist, dass sie nur im Flachland zur Anwendung kommen kann. Im steilen Gehänge ist dieses Verfahren nicht anwendbar. Des Weiteren gibt es bestimmte Olivensorten, die sich durch diese Erntemethode nicht von den Zweigen des Baumes lösen lassen.

Olivenernte vom Boden

Dieses Ernteverfahren ist die am wenigsten geeignete Methode der Olivenernte, um wirklich hochwertiges Öl zu gewinnen. In der Regel werden die Oliven so lange am Olivenbaum hängen gelassen, bis sie überreif sind und von alleine herabfallen. Diese überreifen Oliven haben schon längst den optimalen Zeitpunkt der Ernte überschritten. Des Weiteren ist auch unklar, wie lange die heruntergefallenen Oliven schon am Boden liegen: Wenn diese zu lange liegen, beginnen sie zu faulen und nehmen Stoffe aus dem Erdboden auf, die ihren Geschmack negativ beeinflussen.

Herabschlagen der Oliven

Bei dieser traditionellen Erntemethode werden die Oliven mit langen Stöcken oder Stangen aus Zypressenholz oder Bambus herabgeschlagen. Auf diese Weise können Oliven jedoch nur dann geerntet werden, wenn sie bereits gut gereift sind und sich leicht vom Baum lösen lassen. Die heruntergeschlagenen Oliven werden anschließend in Kisten oder Säcken zur Olivenpresse gebracht. Experten betrachten diese Erntemethode jedoch sehr kritisch, denn sowohl der Baum, als auch die Oliven können bei diesem Verfahren Schaden davontragen. Dies wiederum kann die Qualität des Olivenöls maßgeblich beeinflussen.

Der ideale Zeitpunkt für die Olivenernte

Der Erntezeitpunkt ist einer der ausschlaggebenden Faktoren bei der Herstellung von Olivenöl. Der Reifegrad der Früchte beeinflusst maßgeblich den Ölgeschmack und auch die Ertragsmenge ist äußerst bedeutsam. Als grobe Faustregel gilt: Je grüner, also früher, die Oliven geerntet werden, desto intensiver und schärfer wird der Geschmack des Olivenöls. Je dunkler die Oliven zum Erntezeitpunkt sind, desto milder fällt der Geschmack des Olivenöls aus.

Reifegrad der Oliven

Der Reifegrad von Oliven hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Die Temperaturen, die Anzahl der Sonnenstunden, die Bewässerung der Olivenbäume und auch die Olivensorte bestimmen den Reifegrad maßgeblich mit. Grundsätzlich wird zwischen drei verschiedenen Reifestadien unterschieden:

Grüne (unreife) Oliven

Solange Oliven noch eine grüne Färbung aufweisen, sind sie nicht vollständig ausgereift. Olivenöl aus grünen Früchten zu extrahieren erfordert deutlich mehr Aufwand. Zudem ist der Olivenölertrag in einem solchen Fall nicht so groß. Dies wiederum bedeutet, dass „grünes Olivenöl“ wesentlich teurer ist. Olivenöl, das aus noch grünen Früchten gewonnen wurde, hat einen leicht bitteren Geschmack. Dieses Öl enthält jedoch äußerst gesunde Polyphenole, sogenannte antioxidative Bestandteile: Sie sorgen zum einen für den bitteren Geschmack, aber auch gleichzeitig für eine längere Haltbarkeit des Olivenöls. Des Weiteren haben grüne Früchte einen hohen Chlorophyllgehalt, der sich auch in der grünen Farbe des Öls deutlich widerspiegelt.

Beginn der Reifephase

In dieser Phase färben sich die Oliven erst gelblich-grün und anschließend rötlich-violett. Zudem werden die Oliven deutlich weicher. In dieser Phase enthalten die Früchte immer noch einen sehr hohen Polyphenolgehalt, haben jedoch eine wesentlich reifere Geschmacksnote. In dieser Reifeperiode kann aus den Oliven deutlich mehr Öl gewonnen werden und auch die Verarbeitung ist viel einfacher.

Schwarze (reife) Oliven

Wenn Oliven richtig reif sind, nehmen sie eine Schwarzfärbung an. In diesem Stadium ist der Polyphenolgehalt viel geringer als bei gründen Oliven. Aus schwarzen Früchten gewonnenes Olivenöl schmeckt süßlich und nur wenig bitter. Das Olivenöl hat hier eine goldene Farbe und zugleich eine wesentlich geringere Haltbarkeit.

Olivenöl – Qualitätsstufen und Güteklassen

Die Europäische Kommission regelt die Qualitätsstufen von Olivenöl anhand fester Richtlinien. Für die kulinarische Verwendung sind insbesondere das „Native Olivenöl extra“, das „Olivenöl“ sowie das „Native Olivenöl“ relevant. Die beste und höchste Qualitätsstufe hat das „Native Olivenöl extra“, das auch als “extra vergine“ bezeichnet wird. Dieses Öl stammt aus der ersten (jungfräulichen) Olivenpressung und darf einen Gehalt von 0,8 Prozent an freien Fettsäuren nicht beinhalten. Hierbei handelt es sich also um ein erstklassiges Olivenöl, das durch eine traditionelle Herstellung mit bewährten mechanischen Verfahren gewonnen wurde.

Dieses Öl weist eine große Geschmacksvielfalt auf und ist tatsächlich das beste und naturbelassenste Olivenöl. Das „Native Olivenöl“ wird aus nicht ganz so hochwertigen Oliven gewonnen. Das bedeutet, dass sich geschmackliche Abweichungen zum „Nativen Olivenöl extra“ ergeben können. Bei diesem Olivenöl muss das Herkunftsgebiet exakt angegeben sein. Ein „Natives italienisches Olivenöl“ enthält also tatsächlich nur italienische Oliven und keine Früchte anderer Anbaugebiete. Die Geschmacksvielfalt ist beim nativen Olivenöl jedoch noch recht breit gefächert.

Das „Olivenöl“ ist eine Mischung aus raffiniertem und nativem Öl. Diese Bezeichnung ohne weiteres Attribut besagt, dass das Öl nicht selten Mängel im Geschmack, im Geruch und in der Farbe aufweist. Allerdings bedeutet dies nicht, dass dieses Olivenöl zum Braten in der Küche ungeeignet ist. Olivenöle lassen sich also in vier verschiedene Qualitätsstufen einteilen: 1. Natives Olivenöl extra – Olivenöl extra vergine 2. Natives Olivenöl 3. Olivenöl (ohne weitere Attribute) 4. Oliventresteröl – die Reste hochwertiger Olivenöle werden für die Herstellung dieses Öls verwendet Folgende Angaben sind auf dem Olivenöl von sehr großer Bedeutung: Der Säuregehalt eines Olivenöls ist sehr relevant. Zudem ist die Herkunftsangabe von sehr großer Bedeutung. Vorsicht: Das Etikett der Olivenölflasche sollte im Idealfall nicht mit der Aufschrift „Oliven aus der EU“ versehen sein. Folgende zwei Begriffe weisen dagegen auf ein hochwertiges Olivenöl hin: 1. g.g.A. – „geschützte geografische Angabe“ 2. g.U. – „geschützte Ursprungsbezeichnung“ Für Bio-Olivenöl ist das BIO-Siegel zudem von großer Wichtigkeit.

Kaltgepresstes Olivenöl – was ist das?

Bereits seit dem Jahr 2002 unterscheidet die EU zwischen kalt extrahiertem und kaltgepresstem Olivenöl. Grundsätzlich ist der Begriff „kaltgepresste“ eine veraltete Bezeichnung, die sich aber hartnäckig in den Köpfen der Verbraucher hält. Bei der traditionellen „Kaltpressung“ entstand ein Sauerstoffkontakt, der eine negative Auswirkung auf die Qualität des Olivenöls hatte. Aus diesem Grund wird die Olivenmaische heutzutage in modernen Zentrifugen bei einer Temperatur bis maximal 27 Grad Celsius kalt zentrifugiert und extrahiert. Die Einhaltung dieser Temperatur ist besonders wichtig, damit sich Wasser und Öl der Maische sauber voneinander trennen lassen.

Geschmacksvielfalt und Anbaugebiete

Nicht jedes Öl ist gleich! So wie es auch beim Wein signifikante Unterschiede gibt, ist es auch beim Olivenöl. Unterschiedliche Olivensorten aus unterschiedlichen Anbaugebieten können sich deutlich im Säuregehalt, in der Schärfe sowie in der Fruchtigkeit voneinander unterscheiden. Je nach Bodenbeschaffenheiten und Klimabedingungen entwickeln sich die Olivenbäume unterschiedlich und entwickeln ganz eigene Charaktere. Es gibt viele exklusive Olivensorten, die nur in entlegenen Regionen zu finden sind. Das bedeutendste Land in der Olivenölproduktion ist Spanien. Über 200 kultivierte Sorten finden sich in diesem Land.

Die bedeutsamste Olivensorte ist „Picual“, die rund 50 Prozent der gesamten Olivenölherstellung Spaniens ausmacht. Diese Olivensorte überzeugt mit einer hohen Qualität und einem unverwechselbar kräftigen Geschmack. Spanien stellt jährlich mehr als eine Million Tonnen Olivenöl her. Auch Italien hat eine sehr große Vielfalt an Olivensorten. Es ist das zweitwichtigste Produktionsland und überzeugt mit ausgezeichneten Olivenölen höchster Qualität.

Mehr als die Hälfte der gesamten Olivenölproduktion stammt aus Apulien und Kalabrien. Bedeutsam ist jedoch auch die italienische Insel Sizilien, die für ihre fruchtigen Olivenöle bekannt ist. Ebenso versorgen die kleinen Olivenhaine in der Toskana und in Venetien Küchen weltweit mit erlesenen und hochqualitativen Olivenölen. Das drittwichtigste Land in der Olivenölproduktion ist Griechenland. Hier gibt es sehr große Anbauflächen wie beispielsweise auf Kreta.

Olivenöl – Nährwertangaben

100 Milliliter Olivenöl enthalten rund 810 Kalorien. Beim Kochen wird Olivenöl nur in kleinsten Mengen verwendet. Die richtige Maßeinheit ist hier ein Esslöffel, das heißt rund 15 Milliliter. Olivenöl gilt als äußerst gesund und kommt vor allem im Rahmen einer fettarmen Ernährung auf den Tisch. Wertvolles Olivenöl enthält im Vergleich mit anderen Speiseölen viele ungesättigte Fettsäuren, kein Cholesterin und keine schädlichen Transfettsäuren. Ein Esslöffel Olivenöl enthält: Kalorien: 121 Einfach ungesättigte Fettsäuren: 10 Gramm Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 1,4 Gramm Omega-3-Fettsäuren: 104 Milligramm Cholesterin: 0 Gramm Vitamin E: 2 Milligramm Vitamin K: 8,2 µg

Was sagt die Farbe über das Olivenöl aus?

Die Olivensorte bestimmt nicht nur den Geschmack des Olivenöls, sondern auch den Reifezustand der Frucht. Grundsätzlich reifen Oliven im Herbst und im Winter. Die Färbung der Früchte wechselt von grünlich in ein dunkles violett oder gar schwarz. Je nach Reifegrad der Früchte verändert sich auch die Farbe des Olivenöls. Oliven, die zwischen Ende Oktober und Mitte Dezember geerntet werden, ergeben ein fruchtigeres, kräftiges und leicht grünes Olivenöl. Aus später geernteten Oliven resultiert ein milderes Öl. Die Farbe des Olivenöls ist also kein endgültiges Kriterium für die Beurteilung der Qualität oder des Geschmacks eines Olivenöls.

Olivenöl – warum ist es so gesund?

Da Olivenöl einen sehr hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren enthält, gilt es als sehr gesund. Diese Fettsäuren sind leicht bekömmlich und sollen zudem eine entzündungshemmende Wirkung haben. Mediziner vertreten zudem die Auffassung, dass ungesättigte Fettsäuren gut für das Herz-Kreislauf-System des Menschen sind. Olivenöl enthält wertvolle Polyphenole, die ebenfalls eine sehr positive Auswirkung auf die Gesundheit haben. Diese Bitter- und Scharfstoffe sollen entzündungshemmend wirken und Erkrankungen wie Krebs vorbeugen können.

Olivenöl ist sehr wertvoll für den Körper des Menschen, denn es ist eine sehr wichtige Quelle essentieller Fettsäuren. Insbesondere "Natives Olivenöl extra" kann durch seine schonende Produktionsweise optimal seine entzündungshemmende Wirkung entfalten. Des Weiteren enthält Olivenöl wertvolle Flavonoide, Phenole und Vitamine wie Vitamin E und K. Einige dieser Stoffe sorgen zum einen für den unverwechselbaren Olivenölgeschmack und verhindern zum anderen, dass sich im Öl schädliche Substanzen bilden. Olivenöl ist völlig frei von unerwünschten Transfettsäuren sowie von Cholesterin. Es ist zudem reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien.

Die gesundheitlich-medizinische Bedeutung des Olivenöls

Immer mehr Forschungsstudien beschäftigen sich mit den Auswirkungen von Olivenöl auf die Gesundheit des Menschen. In den Ländern des Mittelmeerraums scheinen die Menschen gesünder zu sein. Dort leidet die Bevölkerung wesentlich weniger unter Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Arteriosklerose. Auch die Sterblichkeitsrate aufgrund von Darmkrebs ist in den Mittelmeerländern deutlich geringer als bei uns. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen führen diese Tatsache auf einen wesentlichen Bestandteil der mediterranen Ernährung zurück: Das Olivenöl. Olivenöl ist sehr gut geeignet, um den Cholesterinspiegel in Balance zu bringen: Die einfach ungesättigten Fettsäuren des Öls beeinflussen das schädliche LDL-Cholesterin, das für Ablagerungen in den Blutgefäßen sorgt. Das gute HDL-Cholesterin, das die schädlichen Ablagerungen abtransportiert, bleibt beim Genuss von Olivenöl unangetastet.

Olivenöl soll sich zudem äußerst förderlich auf den Magen-Darm-Trakt des Menschen auswirken. Olivenöl vermindert deutlich die Magensäureabsonderung und kann wirksam der Gallensteinbildung vorbeugen. Der hohe Vitamin-E-Gehalt sowie die wertvollen Antioxidantien machen das Olivenöl zu einem äußerst wichtigen Helfer im Kampf gegen den Alterungsprozess der Haut. Olivenöl kommt in vielen Hautpflegeölen zum Einsatz und sorgt mit seinen Inhaltsstoffen für eine gesunde und zarte Haut. Zudem sollen die im Olivenöl enthaltenen Polyphenole die Entstehung diverser Entzündungsvorgänge im Körper hemmen. Auch gegen sonstige Gesundheitsprobleme wie Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck soll Olivenöl wirksam helfen.

Olivenöl – der Klassiker der mediterranen Küche

Olivenöl kann in der Küche sehr vielseitig eingesetzt werden. Unzählige Gerichte, frische Salate und neue Speisekreationen lassen sich mit diesem Öl geschmackvoll zubereiten und verfeinern. Olivenöl in der warmen Küche: Das Öl eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Fleisch und Fisch. Der unverwechselbare Geschmack bringt das Flair der mediterranen Ernährung in jede Küche und versorgt den Körper zudem mit wertvollsten Fettsäuren und Vitaminen. Olivenöl in der kalten Küche: Für die kalte Küche wird idealerweise das Native Olivenöl extra verwendet. Sein unverwechselbarer und edler Geschmack verleiht diversen Rohkostgerichten sowie frischen Salaten eine ganz besondere Note. Auch kalte Käseplatten lassen sich mit Olivenöl hervorragend veredeln. Praktische Tipps zur Verwendung von Olivenöl: Olivenöl eignet sich ausgezeichnet zur Verfeinerung von Antipasti aus gegrilltem Gemüse sowie Pilzen. Auch zu Meeresfrüchten passt das Öl hervorragend.

Beträufeln Sie die Speisen mit ein wenig Olivenöls und bringen Sie somit das unverkennbare Aroma der Gerichte zur Geltung. Olivenöl sollten Sie idealerweise bei einer Temperatur von rund zehn bis fünfzehn Grad Celsius lagern. Bei einer korrekten Lagerung des Öls, kann eine Haltbarkeit von rund 18 Monaten problemlos sichergestellt werden. Aufgrund der natürlichen Antioxidantien, die im Olivenöl enthalten sind, ist dieses Öl wesentlich hitzeresistenter als andere Speiseöle. Olivenöl sollten Sie immer sehr vorsichtig erhitzen, da es sich sonst leicht entzünden könnte. Zum einen kann dies zu einer Reizung der Atemwege führen und zum anderen kommt es zu einer Freisetzung zahlreicher Bitterstoffe, die das Gericht häufig ungenießbar machen.

Wer keinen intensiven Olivenölgeruch in der Küche möchte, kann alternativ zu milderen Ölen greifen. Richtig garen mit Olivenöl: Bevor Sie Fleisch mit Olivenöl anbraten, sollte es vorsichtig mit einem Küchenpapier abgetupft werden. Auf diese Weise verhindern Sie, dass das Öl zu stark spritzt, sobald es mit dem Fleisch in Berührung kommt. Erhitzen Sie zudem die Pfanne sehr gut, bevor Sie das Fleisch hineingeben. Wenn das Fleisch bereits in der Pfanne gart, sollten Sie auf keinen Fall noch kaltes Olivenöl hinzugeben. Das senkt die Brattemperatur deutlich ab und unterbricht den Bratvorgang. Salzen Sie das Fleisch nach dem Braten und nicht davor. Richtig schmoren mit Olivenöl: Hier wird das Fleisch gemeinsam mit dem Olivenöl in einer gut erhitzten Pfanne angebraten. Nach dem Bratvorgang wird ein wenig Wasser, Brühe oder Wein hinzu gegeben und alles bei geschlossenem Deckel geschmort.

Diese Zubereitungsmethode eignet sich hervorragend für Gerichte wie Rouladen oder Gulasch. Olivenöl wird hier ideal mit Dampf und Sud kombiniert. Aufgrund des Schmorprozesses wird das Fleisch besonders zart und schmackhaft. Frittieren mit Olivenöl: Auch köstliche Pommes Frites oder frittiertes Gemüse lassen sich mit Olivenöl sehr gut zubereiten. Erhitzen Sie hierfür das Öl stark und geben Sie kleine Kartoffel- oder Gemüseportionen in das heiße Olivenöl. Frittieren Sie alles, bis ein goldbrauner Zustand erreicht ist.